Abriss des Mariendoms


1803 wurde der Hamburger Dom säkularisiert und von 1804 bis 1807 abgerissen. Der Abbruch ab 1806 wurde offiziell mit der enormen Baulast und dem Hinweis auf die unbedeutend kleine Domgemeinde gerechtfertigt. Wertvolle Kunstschätze, Urkunden und Dokumente wurden gestohlen, verschenkt oder verkauft. Nur weniges von der reichen Ausstattung wurde bewahrt und findet sich heute andernorts wieder.

Der Hamburger Dom war ein begehrter Begräbnisort – mehr als 370 Gräber befanden sich unter den Bodenplatten aus Sandstein. Nachdem mit dem Abriss des Doms begonnen worden war, wurden viele der Grabplatten zur Befestigung des Kanalbaus und der Sielanlagen in Hamburg verwendet. Der Steinabfall wurde zum Ausbau der Deiche in Ochsenwerder und Spadenland gebraucht.

An den alten Hamburger Mariendom erinnern heute nur noch Straßennamen in der Stadt: Domstraße, Domplatz.


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