Biotope der Hoffnung

28. Januar 2010 um 2:00 Uhr

Ansgar-vor-MariendomRund um das Fest des Hl. Ansgars am 3. Februar begeht die Katholische Kirche in Hamburg die St. Ansgar Woche. Das Thema in diesem Jahr lautet „Biotope der Hoffnung“. In Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Gottesdiensten und Gesprächsrunden wird die Hoffnung aus christlicher Sicht in den Blick genommen.

Christliche Hoffnung sei ebenso verletzlich und wertvoll wie Biotope, sagt Erzbischof Werner Thissen. Daher sei es unverzichtbar „Biotope der Hoffnung“ zu hegen und zu pflegen. „Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die Hoffnung nicht an der Grenze eines Biotops enden darf. Es muss unser Ziel sein, die Lebensräume der Hoffnung so kraftvoll zu machen, dass sie sich weiter ausbreiten“, so Thissen.

Der Eröffnungsgottesdienst findet am 31. Januar 2010 im St. Marien-Dom mit Weihbischof Hans Jochen-Jaschke statt. Beendet wird die 37. St. Ansgar Woche am 7. Februar 2010 mit dem Vespergottesdienst im Hamburger Michel, wo Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, die Predigt hält.
Während des Pontifikalamtes am 7. Februar im St. Marien-Dom wird Erzbischof Thissen drei Katholiken die Ansgar-Medaille des Erzbistums Hamburg als Auszeichnung für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement überreichen. Geehrt werden: Klaus-Dieter Beese (Rostock), Siegfried Illner (Ludwigslust) und Peter Löning (Hamburg).
Im gleichen Gottesdienst werden Leo Sunderdiek aus Kiel, Regens Thomas Benner und Personalreferent Ansgar Thim als neue Domkapitulare „instatlliert“.

Heiliger Ansgar – Patron des Erzbistums Hamburg

Der heilige Ansgar gilt als der „Apostel des Nordens“. Er kam ursprünglich aus der Ortschaft Corbie in der Picardie, wo er um 801 geboren wurde und später in den Benediktinerorden eintrat. 823 wurde Ansgar Lehrer an der Klosterschule von Corvey bei Höxter. Drei Jahre später brach er zu seiner ersten Missionsreise nach Skandinavien auf. Im Jahr 831 wurde Ansgar erster Bischof von Hamburg und päpstlicher Legat für Dänemark, Schweden und das Slawengebiet. Als die Normannen Hamburg 845 zerstört hatten, verlegte er seinen Bischofssitz nach Bremen, wo er 3. Februar 865 starb.