Caritas-Länderabend „Äthiopien“ mit Erzbischof Stefan Heße

Veröffentlicht am 24. September 2019 um 8:00 Uhr

Die Caritas startet eine neue Länderabendreihe. Zum Auftakt erzählt Erzbischof Stefan Heße von Eindrücken, Erlebnissen und Begegnungen, die er als Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz kürzlich in Äthiopien sammeln konnte. Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 29. September um 19.30 Uhr – im Anschluss an die Abendmesse – im Haus der kirchlichen Dienste gleich neben dem St. Marien-Dom statt (Danziger Straße 64, 20099 Hamburg-St. Georg). Sie wird ausgerichtet von der Caritas im Norden in Kooperation mit dem Koordinator für diözesane Flüchtlingsarbeit im Erzbistum Hamburg. Herzlich willkommen!

Hintergrund: Menschen fliehen vor Gewalt, vor Krieg und Vertreibung, vor Hunger und Naturkatastrophen. In den Jahren 2015 und 2016 kamen etwa 1 Million Menschen als Asylsuchende nach Deutschland. Viele von ihnen stammen aus Syrien, dem Irak, dem Iran und aus Afghanistan. Wenn wir über Flüchtlinge sprechen, sind es diese Menschen, auf die wir uns beziehen. Doch etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Ländern, die in der öffentlichen Diskussion nur wenig Beachtung finden.

Eines dieser Länder ist Äthiopien. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anzahl der in Deutschland gestellten Asylanträge von äthiopischen Staatsbürgern verdoppelt, auf etwa 30.000 im letzten Jahr. Die meisten von ihnen werden abgelehnt. Gleichzeitig ist Äthiopien selber Aufnahmeland für Menschen auf der Flucht. Sie stammen aus den Nachbarländern Dschibuti, Eritrea, Sudan und Somalia. Derzeit leben in Äthiopien etwa 1 Million Flüchtlinge, etwa 900.000 von ihnen in Flüchtlingslagern in Grenzgebieten.