„Dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen …“ – Lesungstexte zum Sonntag

Veröffentlicht am 24. Mai 2020 um 0:00 Uhr

Liebe Schwestern und Brüder,

auch heute senden wir Ihnen auf diesem Wege die Lesungstexte zum Sonntag (7. Sonntag der Osterzeit), verbunden mit der Einladung zu einer „geistlichen Lesung“ der Texte zu Hause.

Seit dem „Corona-Shutdown“ Mitte März konnte Erzbischof Stefan Heße keine Gottesdienste mehr in „seiner“ Domkirche feiern – am Pfingstsonntag, den 31. Mai um 10.00 Uhr wird er erstmalig wieder einem Gottesdienst im St. Marien-Dom vorstehen. Von Normalität sind wir in Bezug auf die Feier der Gottesdienste im Erzbistum Hamburg zwar noch weit entfernt, dennoch ist damit ein gewisses Etappenziel erreicht. Wir nehmen es zum Anlass, unsere Zusendung der Lesungstexte zu allen Sonn- und Feiertagen einzustellen. Wenn Sie diese Art der geistlichen Lesung jedoch fortsetzen möchten, empfehlen wir Ihnen die „Schott-Website“, die die Erzabtei St. Martin zu Beuron zusammen mit dem Deutschen Liturgischen Institut herausgibt. Dort finden Sie täglich die jeweils aktuellen Lesungstexte.

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute in dieser merk-würdigen „Corona-Zeit“ – zuallererst Gottes Segen!

Mit österlichen Grüßen

Franz-Peter Spiza, Dompropst
Peter Mies, Dompfarrer

 

Erste Lesung: Apg 1,12-14

Als Jesus in den Himmel aufgenommen worden war, kehrten die Apostel von dem Berg, der Ölberg genannt wird und nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück. Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philíppus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelót, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.

 

Zweite Lesung: 1 Petr 4,13-16

Freut euch, dass ihr Anteil an den Leiden Christi habt; denn so könnt ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit voll Freude jubeln. Wenn ihr wegen des Namens Christi beschimpft werdet, seid ihr seligzupreisen; denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, ruht auf euch. Wenn einer von euch leiden muss, soll es nicht deswegen sein, weil er ein Mörder oder ein Dieb ist, weil er Böses tut oder sich in fremde Angelegenheiten einmischt. Wenn er aber leidet, weil er Christ ist, dann soll er sich nicht schämen, sondern Gott darin verherrlichen.

 

Evangelium: Joh 17,1-11a

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.