Neubau der St. Marien Kirche

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lebten nur noch wenige Katholiken in Hamburg. Im Zuge der Industrialisierung und Hafenerweiterung stieg ihre Zahl stark an, besonders in St. Georg. 1861 gründeten Ordensschwestern hier ein Waisenhaus.

Die St. Marien Kirche entstand in einem Hinterhof neben dem Waisenhaus. Der 61,2 Meter hohe Doppelturm war hoch genug, um von weitem sichtbar zu sein. Erst die Zerstörung der vor der Kirche stehenden Häuser im Zweiten Weltkrieg ermöglichte den Kirchplatz in der heutigen Form.

1889 wurde der Paderborner Architekt Arnold Güldenpfennig mit dem Bau der Kirche beauftragt. Der damalige Bischof von Osnabrück Bernhard Höting wünschte sich eine Kirche „in dem ruhig und gemessen wirkenden romanischen Stil“. Am 28. Juni 1893 wurde die im neuromanischen Stil erbaute St. Marien Kirche eingeweiht.

Die St. Marien Kirche ist der erste katholische Kirchenneubau in Hamburg seit der Reformation und steht für ein Wiedererwachen katholischen Selbstbewusstseins in der Diaspora.