Dompropst Alois Jansen ist tot

21. November 2013 um 12:30 Uhr

Dompropst AloisAlois Jansen, von 1995 bis 2005 Dompropst im Erzbistums Hamburg, ist tot. Er starb am Donnerstag, 21. November, im Alter von 84 Jahren in Hamburg. Erzbischof Werner Thissen würdigte ihn als „eine der zentralen Persönlichkeiten“ des jungen Erzbistums Hamburg. „Engagiert, meinungsfreudig und streitbar hat er wesentlich dazu beigetragen, dass wir als Kirche im Norden auf einem guten Weg sind“, so Thissen. In allen seinen Ämtern sei er ein „echter Pastor“ gewesen. „Alois Jansen stand für eine Kirche, die nah bei den Menschen ist“, sagte der Erzbischof.

Alois Jansen war schon früh ein engagierter Befürworter eines katholischen „Nordbistums“. An den Vorarbeiten zur Errichtung des Erzbistums Hamburg im Jahr 1995 war er wesentlich beteiligt. Nach dem Amtsverzicht von Erzbischof Ludwig Averkamp im Februar 2002 leitete er als Diözesanadministrator das Erzbistum Hamburg bis zur Amtsübernahme durch Erzbischof Werner Thissen im Januar 2003.

Alois Jansen wurde am 11. Mai 1929 im niedersächsischen Sögel geboren. Seine Studien in Frankfurt und Rom schloss er 1957 mit der Promotion ab. In Rom empfing er 1954 auch die Priesterweihe. Von 1957 bis 1965 arbeitete er als Vikar in Twistringen und Neumünster. Von 1965 bis 1972 leitete er die Gemeinde Heilig Kreuz in Neumünster, bevor er als Pfarrer nach Eutin wechselte.

1992 ernannte Papst Johannes Paul II. Jansen zum päpstlichen Ehrenkaplan mit dem Titel „Monsignore“. Nach der Errichtung des Erzbistums Hamburg kam er 1995 in die Hansestadt. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 leitete er die Pastorale Dienststelle des Erzbistums und war als Dompropst Vorsteher des Metropolitankapitels.

Das Ponitifikalrequiem ist am Samstag, 30. November, um 14.00 Uhr im St. Marien-Dom.