Franz-Peter Spiza neuer Dompropst

4. April 2013 um 0:09 Uhr

Spiza3Franz-Peter Spiza (62) wird am Sonntag, 7. April, 18.15 Uhr, mit einem Gottesdienst im St. Marien-Dom feierlich in sein neues Amt als Dompropst des Hamburger Domkapitels eingeführt. Er ist Nachfolger von Nestor Kuckhoff (75), der aus Altersgründen aus dem Amt scheidet und mit dem Pontifikalamt in den Ruhestand verabschiedet wird. Als Gäste konzelebrieren der Würzburger Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Monsignore Georg Austen, Geschäftsführer des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken in Paderborn.

Franz-Peter Spiza wurde 1950 in Bergen auf Rügen geboren. Nach dem theologischen Studium in Erfurt und Hysburg wurde er 1975 in Schwerin zum Priester geweiht. Er arbeitete als Seelsorger in Wismar und Schwerin, unter anderem auch als Jugendpfarrer. Von 1990 bis 1995 leitete Spiza das Katholische Büro in Schwerin. Seit der Errichtung des Erzbistums Hamburg im Jahr 1995 war er Generalvikar, seit 1996 Domkapitular, seit 2012 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Katholischen Schulverbandes in Hamburg.

Nestor Kuckhoff wurde 1937 in Nürnberg geboren und 1964 in Osnabrück zum Priester geweiht. Er wirkte unter anderem in verschiedenen Pfarreien in Schleswig-Holstein und war als Gefängnisseelsorger in Kiel tätig. Im Jahr 1995 wurde er zum nichtresidierenden Domkapitular, 2005 zum Dompropst ernannt.

Das Domkapitel ist ein Kollegium von Priestern, das den Bischof in der Leitung des Bistums unterstützt. Nach dem Ausscheiden des amtierenden Bischofs übernimmt das Domkapitel die Leitung des Bistums und ernennt einen Diözesanadministrator als Verwalter. Später wählt es aus drei vom Papst vorgeschlagenen Kandidaten den neuen Bischof.

Nach dem Errichtungsvertrag des Erzbistums Hamburg besteht das Hamburger Domkapitel aus dem Dompropst, der dem Kapitel vorsteht, sowie fünf residierenden, also in der Bischofsstadt wohnenden, und drei nichtresidierenden Domkapitularen aus Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein.