Horst Eberlein wurde zum Bischof geweiht

25. März 2017 um 15:00 Uhr

Foto: Kathrin Erbe

In einem feierlichen Gottesdienst am Sonnabend, den 25. März ist der bisherige Schweriner Propst Horst Eberlein zum Bischof geweiht und in sein Amt als Weihbischof des Erzbistums Hamburg eingeführt worden. Er empfing die Weihe im Hamburger St. Marien-Dom durch Erzbischof Stefan Heße und die emeritierten Weihbischöfe Norbert Werbs und Hans-Jochen Jaschke. Den Gottesdienst feierten im Dom und im benachbarten Haus der kirchlichen Dienste mehr als 900 Menschen mit.

Heße betonte in seiner Predigt, Bischof sei man nicht für sich selbst. „Keiner wird berufen für sich, sondern immer für die anderen“, so der Erzbischof. Bischöfe und alle anderen Amtsträger der Kirche seien „nicht Manager einer Organisation“. „Sie sind vor allem und immer wieder Zeugen des Evangeliums“, sagte Heße.

Eberlein hob in seinem Dank die Bedeutung des Naturwissenschaftlers und Bischofs Niels Stensen hervor, der ihn in seinen Priesterjahren in Mecklenburg sehr geprägt und gestärkt habe. Stensen war im 17. Jahrhundert Weihbischof zunächst in Hamburg, dann in Schwerin. Als bischöflichen Wahlspruch hat Eberlein die überlieferten letzten Worte Stensens gewählt: „Jesus sei mir Jesus“.

Sechs weitere katholische Bischöfe feierten den Gottesdienst mit, unter ihnen Bischof Norbert Trelle (Hildesheim), Czeslaw Kozon (Kopenhagen) und Franz-Josef Bode (Osnabrück). Aus der evangelischen Kirche nahm Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin) teil. Weitere Gäste waren der syrisch-orthodoxe Dekan Aziz Aslan, der Vorsitzende der Schura in Hamburg, Daniel Abdin, die Justizministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Katy Hoffmeister, und die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard.

Horst Eberlein wurde 1950 in Walsleben (Sachsen-Anhalt) geboren und 1977 in Waren/Müritz zum Priester geweiht. Er arbeitete zunächst als Kaplan in Wittenburg und Neubrandenburg. Danach leitete er als Pfarrer die Gemeinden in Friedland, Hagenow und Rostock. Seit 2009 war er Pfarrer der Propsteigemeinde St. Anna in Schwerin. Papst Johannes Paul II. ernannte Eberlein im Jahr 2000 zum „Ehrenkaplan Seiner Heiligkeit“ mit dem Titel Monsignore. Im Juni 2015 berief Erzbischof Stefan Heße ihn in das Domkapitel des Erzbistums Hamburg und 2016 zum Dekan für die Region Mecklenburg. Papst Franziskus ernannte Eberlein am 9. Februar 2017 zum Weihbischof des Erzbistums Hamburg.

Als Weihbischof wird Eberlein Erzbischof Stefan Heße in der Leitung des Erzbistums Hamburg unterstützen. Er ist für das gesamte Erzbistum zuständig und wird seinen Sitz in Hamburg haben. Er wird das Sakrament der Firmung spenden, Visitationen durchführen und einige andere Aufgabenbereiche übernehmen. Außerdem ist er Mitglied der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz.

Eberlein ist der erste Weihbischof, der aus dem 1995 errichteten Erzbistum Hamburg hervorgeht. Seine Vorgänger Norbert Werbs und Hans-Jochen Jaschke waren bereits seit 1981 bzw. 1989 Weihbischöfe in der Apostolischen Administratur in Schwerin bzw. im Bistum Osnabrück.

Weitere Informationen zur Bischofsweihe und Amtseinführung und aktuelle Fotos sind auf der Internetseite www.erzbistum-hamburg.de zu finden.

Quelle: kpi