„Im Rauch der brennenden Stadt …“

13. Juli 2018 um 9:00 Uhr

Biblische Lesung aus der Apokalypse anlässlich des 75. Jahrestages der „Operation Gomorrha“

Vom 24. Juli bis 3. August 1943 war Hamburg Ziel der bis dahin schwersten Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs. Britische und amerikanische Bomberverbände legten große Teile der Stadt – darunter St. Georg – in Schutt und Asche. Etwa 35.000 Menschen verloren ihr Leben. Diese größte Katastrophe in der Geschichte der Stadt, auch bekannt unter ihrem militärischen Codenamen „Operation Gomorrha“, jährt sich in diesem Sommer zum 75. Mal.

Wie durch ein Wunder wurde die Marienkirche – der heutige St. Marien-Dom – nur leicht beschädigt. Und doch sind hier Spuren des Bombardements bis heute sichtbar: als ein kleines Mahnmal gegen den Wahnsinn des Krieges. Gleichzeitig verkündet das goldene Mosaik in der Apsis der Kirche die christliche Hoffnung auf Geborgenheit in Gottes Liebe nach dem Tod. Eine Hoffnung für alle Menschen, aller Gewalt zum Trotz.

Anlässlich des Jahrestages der „Operation Gomorrha“ laden wir zu einem Gedenken am Freitag, den 27. Juli 2018 um 19.30 Uhr in den St. Marien-Dom ein. Dabei wird der Schauspieler Sebastian Dunkelberg Auszüge aus der Apokalypse lesen. Auch ein Zeitzeuge kommt zu Wort: Der emeritierte Dompropst Nestor Kuckhoff hat die Bombenangriffe als fünfjähriger Junge erlebt. Der Organist Hubertus Ebbesmeyer schließlich wird die biblischen und historischen Bilder des Abends musikalisch umsetzen. Seien Sie herzlich willkommen!

Foto: Blick von der Danziger Straße auf St. Marien, Winter 1943