„Je kreativer, desto besser“

23. Februar 2015 um 23:50 Uhr

IMG_1413 300x200pxAbschlusskonzert des Projekts „Dona nobis pacem“ von Elbphilharmonie und Erzbistum Hamburg

So viele kleine und große Chorsänger hat der Hamburger St. Marien-Dom schon lange nicht mehr gesehen: Am vergangenen Samstagabend ging das Kooperationsprojekt „Dona nobis pacem“ von Elbphilharmonie Kompass und Erzbistum Hamburg mit einem Konzert zu Ende. Dabei präsentierten knapp 150 Schüler von vier katholischen Schulen aus der Hansestadt sowie der Heilig-Kreuz-Chor Neugraben, das Vokalensemble conSonanz sowie der Kammerchor Cantico Vokalwerke, Bearbeitungen und Eigenkompositionen zum Thema „Frieden und Konflikt“.

Anlass für das Projekt war der 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs im Sommer 2014 – angesichts der täglichen Fernsehbilder aus Syrien, dem Irak und der Ukraine ein Thema  von bedrückender Aktualität. „Natürlich kann es nicht darum gehen, mit den Teilnehmern Lösungsmöglichkeiten für die große Politik zu suchen“, so Dom-Koordinator Tobias Riedel. „Doch man kann den Frieden im Alltag einüben – und dabei kann Musik helfen.“ Denn einen kreativen Prozess zu durchlaufen heiße auch, Krisen zu überwinden und zu einer Gemeinschaft zu finden.

„Unser Ziel war es, nicht nur bestehende Chorwerke einzustudieren, sondern die Teilnehmer anzuregen, eigene ‚Lieder für den Frieden‘ zu entwickeln – je kreativer, desto besser“, erläutert Annika Schmitz von der Elbphilharmonie. Das Ergebnis ließ die Zuhörer im ausverkauften und farbig illuminierten Dom aufhorchen: Konzentriert verfolgten auch die Jüngsten das musikalische Geschehen, das mit dem gemeinsam gesungenen Kanon „Da pacem domine“ aus Taizé nachdenklich und leise ausklang. „Berührend – ein großartiger Abend!“, so das Fazit einer Konzertbesucherin.

Das Konzert war Teil des Elbphilharmonie-Festivals Lux aeterna, das noch bis zum 2. März in Hamburg stattfindet. Weitere Informationen unter www.lux-aeterna-hamburg.de im Internet.

Alle Fotos: Jann Wilken