Mittwochs Mittags im Mariendom

12. Januar 2009 um 2:17 Uhr

M.M.M.: Unter diesem Kürzel verbirgt sich ein geistliches Angebot im Hamburger St. Marien-Dom: die Mittwochs-Mittags-Messe.

„Die Idee dazu habe ich aus Amerika mitgebracht“, sagt Regens Dr. Thomas Benner. „In New York gibt es solche Gottesdienste für eine Großstadt-Zielgruppe, und sie werden sehr gut angenommen.“

Die Mittwochs-Mittags-Messe soll nicht nur eine weitere Messe unter vielen sein. Sie soll – wie schon die Manresa-Messe am Sonntag im Kleinen Michel – ein besonderes Profil entwickeln. „Zu diesem Profil gehört ein klares Zeitfenster, auf das man sich verlassen kann; ein kurzer Impuls als Predigt oder zum Beginn des Gottesdienstes, wenige, aber gut ausgewählte Lieder, daneben Orgel-, Flöten oder Gitarrenspiel, Momente der Stille.“

Der Predigt-Impuls soll ebenso kurz wie aktuell sein. Geplant ist, dass diese Impulse regelmäßig auf einer Internet-Seite veröffentlicht werden. Fürbitten und Gebete werden auf den Alltag zugeschnitten, entsprechend den Anliegen der Gottesdienst-Teilnehmer. „Die Besucher kommen mitten aus dem Berufsalltag, und sie gehen in diesen Alltag zurück. Dazu sollen Sie eine Stärkung aus dem Evangelium mitnehmen.“ Mitnehmen sollen die Besucher auch ein kleines, zentrales Erinnerungszeichen im Sinne eines „Lesezeichens“: ein Bild, ein gedrucktes Schriftwort, einen Gebetszettel.

Zum Konzept gehört ferner ein Element der Gastfreundschaft: eine Tasse Kaffee im Statiogang oder im Sommer ein Eis vor der Kirche. „Schließlich werden viele Teilnehmer auf ihr Mittagessen verzichten, um dabei zu sein.“

M.M.M., die Mittwochs-Mittags-Messe, beginnt jeweils um 12.30 Uhr im Mariendom und dauert bis 13 Uhr. Vier Priester werden sich als Zelebranten abwechseln: Thomas Benner, Regens des Priesterseminars, Generalvikar Franz-Peter Spiza, Domkapitular Hermann Haneklaus, Leiter der Pastoralen Dienststelle und Personalreferent Ansgar Thim.

„Wichtig ist, dass sich dieses Angebot in der Stadt herumspricht“, sagt Regens Benner. „ Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Mittwochs mittags nicht nur an den Magen, sondern auch an die Seele denken.M.M.M. im Mariendom!“

Neue KirchenZeitung