„Monat der Weltmission“ wird erstmals in Hamburg eröffnet

22. September 2011 um 0:23 Uhr

Senegal_weltmissionssonntag2011_plakatZum ersten Mal eröffnet das Internationale Katholische Missionswerk missio den „Monat der Weltmission“ in Hamburg. Zum bundesweiten Auftakt feiert Erzbischof Werner Thissen mit missio-Präsident Klaus Krämer und Gästen aus dem Senegal den Eröffnungsgottesdienst. Er findet am Sonntag, 2. Oktober, um 10 Uhr im St. Marien-Dom statt.
Bereits am Freitag, 30. September, beginnt um 19.30 Uhr in der evangelischen Hauptkirche St. Michaelis ein Abend der Weltmusik, an dem auch Patricia Kelly teilnehmen wird.

Im Fokus der diesjährigen missio-Aktion im „Monat der Weltmission“ steht der interreligiöse Dialog zwischen Christen und Muslimen im westlichsten Land Afrikas: Im Senegal bekennen sich rund 95 Prozent der Einwohner zum Islam, die friedlich mit der christlichen Bevölkerung zusammen leben.

Geistliche und Ordensschwestern aus dem Senegal erzählen in bundesweit rund 300 Veranstaltungen von der Not in ihrer Heimat und berichten über Erfolge ihrer Arbeit. „Mit knapp 650.000 Gläubigen stellen die Katholiken nur knapp fünf Prozent der senegalesischen Bevölkerung. Trotz ihrer Minderheitensituation übt die katholische Kirche insbesondere über das Schul- und Bildungssystem und ihre Gesundheitseinrichtungen einen großen gesellschaftlichen Einfluss aus“, erklärte Prälat Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, zur Eröffnung der Aktion.

Der „Monat der Weltmission“ wird jedes Jahr im Oktober gefeiert und ist die größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. Mit den Einnahmen der international durchgeführten Kollekte am Sonntag der Weltmission werden die ärmsten Diözesen der Welt unterstützt.

Auf ein im Senegal weit verbreitetes Problem macht die Fernsehjournalistin Gundula Gause aufmerksam: die Beschneidung von Mädchen. „Nicht beschnittene Frauen werden aus den Familien und den Gemeinschaften ausgestoßen, finden keinen Mann. Es ist ein Prozess, ein Mentalitätswechsel, den dort Ordensfrauen wie Schwester Marie-Christine Ngom begleiten“, erklärte missio-Schirmherrin Gundula Gause. Sie unterstrich die Bedeutung von Bildung als die wichtigste Voraussetzung für die Menschen in Afrika, um aus ihrer Not herauszukommen und sich vor Aberglauben und althergebrachten Traditionen zu schützen.

Das Internationale Katholische Missionswerk missio unterstützt die katholische Kirche in mehr als 90 Partnerländern in Afrika, Asien und Ozeanien, insbesondere durch die Ausbildung kirchlicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Mit jährlich rund 70 Millionen Euro finanziert missio mehr als 2.000 Projekte, darunter den Aufbau der kirchlichen Infrastrukturen. missio hat in Deutschland rund 300.000 Mitglieder.

Kostenlose Eintrittskarten für das Konzert am 30.09.2011 sind zu bekommen:
im Referat Weltkirche, per Email: costaferreira-wolter@egv-erzbistum-hh.de oder telefonisch.: 040-24877-331,
ODER
Konzertkasse Gerdes,
Turmkasse im Michel,
Domladen am St. Marien-Dom,
Rathauspassage,
Pfarrbüro St. Ansgar (Kleiner Michel)