Weihbischof Eberlein segnet neues Krankenmobil für die Obdachlosenhilfe

21. September 2017 um 12:00 Uhr

Schon seit 1995 ist der Hamburger Caritasverband mit einer rollenden Arztpraxis unterwegs, um obdachlosen Menschen eine kostenlose medizinische Grundversorgung anzubieten. Durch die intensive Nutzung war bereits das zweite Fahrzeug aufgebraucht und musste nun ersetzt werden. In einer Feierstunde am gestrigen Mittwoch segnete Weihbischof Horst Eberlein das neue Mobil und übergab es auf dem Domplatz an das Mitarbeiterteam.

„Das Krankenmobil der Caritas ist ein fester Bestandteil im Hamburger Hilfesystem. Hier wird Menschen, die in unserer reichen Stadt am Rande stehen, schnell und unbürokratisch geholfen. Das Krankenmobil ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns stehen sollte“, so Weihbischof Eberlein.

Die Caritas fährt mit dem Krankenmobil werktags die Treffpunkte und Einrichtungen der Obdachlosenhilfe an. Pro Monat werden 500 bis 600 Behandlungen durchgeführt – im Jahr 2016 waren es insgesamt 6157. Das Team besteht aus zwei Krankenschwestern, einem Fahrer und 17 ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten. Behandelt werden vor allem Hauterkrankungen, offene Beine und Atemwegserkrankungen.

Das neue Fahrzeug hat insgesamt 128.000 Euro gekostet. Der Mercedes Sprinter musste für die Besonderheiten einer medizinischen Behandlung auf der Straße umgebaut werden. Finanziert wurde das Krankenmobil durch einen einzigen Spender, der anonym bleiben möchte.

„Heute ist ein Tag großer Dankbarkeit für uns. Wir danken dem unbekannten Spender, der es mit seiner großartigen Unterstützung möglich gemacht hat, die medizinische Versorgung obdachloser Menschen fortzusetzen. Und wir danken den zahlreichen Ärztinnen und Ärzten, die sich in ihrer Freizeit für wohnungslose Menschen engagieren und ihnen so Hilfe und Hoffnung schenken“, so der stellvertretende Caritasdirektor Michael Edele.

Das Projekt wird durch Mittel der Hamburger Sozialbehörde und durch private Spenden finanziert. Das Hamburger Krankenmobil diente als Vorbild für andere Arztmobile u.a. in Köln, Frankfurt und Berlin.