„Dona nobis pacem“

21. Januar 2015 um 18:58 Uhr

IMG_7576 300x200pxHamburger Schüler und Chorsänger entwickeln eigene Lieder für den Frieden

Vier Schulklassen katholischer Schulen aus Hamburg und drei katholische Kirchenchöre aus der Hansestadt nehmen derzeit am Musikvermittlungs-Projekt „Dona nobis pacem“ von Elbphilharmonie Kompass und Erzbistum Hamburg teil. Dabei beschäftigen sie sich sechs Monate lang intensiv mit Liedern und Chorwerken, die um die Themen „Frieden“ und „Konflikt“ kreisen und entwickeln diese kreativ weiter. So entstehen nach und nach ganz eigene Lieder für den Frieden, die Ende Februar in einem Abschlusskonzert im St. Marien-Dom der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Auslöser für das Projekt war das Jubiläum des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren“, erzählt Projektleiterin Annika Schmitz. „Die European Concert Hall Organisation, zu der auch die Elbphilharmonie gehört, hat zwölf Komponisten aus verschiedenen europäischen Ländern beauftragt, je ein Chorstück zu diesem Anlass zu komponieren.“ Neben diesen Stücken nutzen die Teilnehmer aber auch Bekanntes als musikalisches Rohmaterial – von Taizé-Liedern über Kanons bis hin zu Mendelssohns Komposition „Verleih uns Frieden gnädiglich.“

„Mir gefällt mir an dem Projekt besonders, dass es generationenübergreifend und stadtteilverbindend ist“, so Tobias Riedel vom Erzbistum Hamburg. Denn es lernen sich Menschen aus den verschiedensten Stadtteilen und mit einer Alterspanne vom Drittklässler bis zum ältesten Chormitglied mit über 70 Jahren kennen. „Vermutlich wären sich viele der Teilnehmer sonst nie begegnet“, so Riedel. „Doch sie machen die Erfahrung, dass ihre Unterschiedlichkeit nicht Konfliktstoff bietet, sondern Reichtum bedeutet – ein kleiner Beitrag zum Frieden in unserer Stadt.“

Das Abschlusskonzert findet am 21. Februar um 20 Uhr im St. Marien-Dom statt. Weitere Informationen und Karten erhalten Sie hier.