Kolumbarium

im St. Marien-Dom

Kolumbarium im St. Marien-Dom

Der Mariendom beherbergt mit dem Kolumbarium einen besonderen Ort. Unter dem Chorraum des Doms befindet sich – ganz in der Nähe der Krypta mit den Bischofsgräbern – eine Urnenbegräbnisstätte mit 1566 Grabstellen.

Das lateinische Wort Columbarium heißt übersetzt Taubenschlag. Wegen der optischen Ähnlichkeit wurden altrömische Grabkammern mit Nischen zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen so genannt.

Das Kolumbarium im St. Marien-Dom wurde 2012 eingeweiht. Es dient der Beisetzung aller Menschen, die sich mit diesem Ort verbunden fühlen und sich eine christliche Beisetzung wünschen. Während der Öffnungszeiten des Mariendoms (täglich von 9 bis 19 Uhr) ist es öffentlich zugänglich.

 

„Freut euch, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“

So lautet das Motto, das über dem Kolumbarium steht. Gott kennt unsere Namen und unsere Lebensgeschichten. Er vergisst sie nicht. Deshalb nennen wir beim monatlichen Totengedenken die Namen der Verstorbenen und zünden Kerzen an. Die Verstorbenen sind bei Gott im Goldglanz des Himmels gut aufgehoben.

 

Im Goldglanz des Himmels

Das Kolumbarium wurde vom Architekten-Team Klodwig & Partner aus Münster gestaltet. Es liegt direkt unter dem Altarraum, über dem ein goldenes Mosaik leuchtet, das die Aufnahme Mariens in den Himmel zeigt: Maria ist bei Gott angekommen. Diese Zusage soll auch für die Verstorbenen und ihre Angehörigen gelten. Die Architekten haben dies dadurch ausgedrückt, dass sie die Decke des Kolumbariums vergoldet haben. Der Goldglanz des Himmels strahlt auch in die Erfahrung des Todes und der Trauer hinein.

Viele Angehörige schätzen die tröstende und warme Atmosphäre des Raumes. Die Gestaltung des Kolumbariums steht in enger Verbindung mit der Gestaltung der Domkirche. Es lohnt sich, diese Verbindung zu entdecken, die Ihnen hier erläutert wird.

 

Predigt von Alt-Erzbischof Dr. Werner Thissen zur Einweihung des Kolumbariums

Den aktuellen Kolumbariums-Flyer finden Sie hier!

 

 

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